Landleben: wöchentliche Kolumne

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( Rechtlicher Hinweis: Eine Nutzung dieses Textes, welcher Art auch immer, ist
ausschließlich nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages B. Koischwitz möglich.! )

© Brigitte Koischwitz

Etwas Musik zur Entspannung:

<h5>Brigittes Landleben</h5>

Wenn man all den Reden der Kandidaten zur Bundestagswahl lauscht, dann möchte man sich friedlich im Sessel zurücklehnen und abwarten und Tee trinken. Was soll uns schon passieren? Denn egal wer von denen an die Regierung käme, es ginge uns gut und besser als je zuvor. Schließlich verspricht ein jeder für die Zeit nach der Wahl ein Land in dem Milch und Honig fließt. Und egal welcher von den Kandidaten sich da für das Regierungsamt in so vehementer Form bewirbt, dem gilt meine Hochachtung, dass er bereit ist sein Leben dafür einzusetzen, dieses Land zu regieren. Keine einfache Sache, denn wie jeder weiß, fordert das den ganzen Menschen, da ist das Privatleben futsch. Also ich möchte mit keinem der Kandidaten tauschen, nicht zuletzt mit dem Paket an Verantwortung und Einsatz was man ständig mit sich herumträgt. Überall sollst du sein, überall sollst du den Menschen Gutes tun, alle Bereiche des Lebens möchten ausreichend versorgt werden, dies zu schaffen ist schon eine Kunst, die nicht immer gelingt. Denn wenn ich auf die letzten vier Jahre zurückblicke, sind in unserem Land so manche Bereiche zu kurz gekommen. Viele Straßen sehen aus, als wären wir irgendwo in Hinterindien, es fehlen Lehrer, Polizisten, Leute in der Krankenpflege und so manche Gemeinde ist einfach schlicht pleite. Da fragt man sich, woran liegt das, denn mit Sicherheit haben sich die bisher „Regierenden„ alle Mühe gegeben, die in ihrer menschlichen Kraft lag. In Anbetracht dessen, habe ich mal versucht, was wäre wenn, ich Bundeskanzlerin sein würde oder von mir aus auch Präsident der USA. Also ich würde erst einmal alle Auflistungen darüber zusammentragen, was weltweit für die „Rüstung“ ausgegeben wird. Das ist „blond“ ausgedrückt Geld für Maschinen, die Menschen vernichten sollen und das wollen wir doch nicht. Wenn man dieses Geld einsetzen würde für ein menschenwürdiges Leben aller zu sorgen, dann wäre das doch ein feine Sache. Somit habe ich mal im Internet rumgegooogelt und bin da auf eine interessante Summe gestoßen. Weltweit werden Insgesamt 1,4 Billionen Euro für die Rüstung ausgegeben, (USA 171 Milliarden, China 215 Milliarden, das arme Indien 55 Milliarden usw. … Zur Zeit leben 7 Milliarden Menschen auf der Welt, wenn man das den 1,4 Billionen „Rüstungsmaterial“ gegenüberstellt, wirkt die Menschheit dagegen wie ein kleines Häufchen Elend. Da könnte es doch eigentlich ganz einfach sein, mal alle „Großen“ dieser Welt zusammenzutrommeln, um gemeinsam mal die gute alte „Aufklärung“ (Immanuel Kant 1724-1804) zu entstauben. „Der Glaube an die Vernunft“, unter diesem Motto versuchte schon im 18. Jahrhundert diese gesamteuropäische Geistesbewegung, das „Bewustsein“ der Menschen zu wecken und forderte dazu auf: „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“ Tja wenn mir das dann als „Regierende“ gelingen würde, dann könnte man für 1,4 Billionen viele Wasserleitungen in der Wüste bauen, die Wüsten würden blühen und allen Menschen ginge es gut., jeder könnte ein menschenwürdiges Leben führen und das Schild mit dem Wörtchen Krieg würde irgendwo vergessen und verstaubt an einem Nagel bammeln. Leider wird mich keiner am Sonntag wählen und so bleiben meine Phantasien im reich der Märchen. Bei meiner „Googelei“ bin ich weiterhin auf einen interessanten Begriff gestoßen. „Deismus“, eine Lehre über einen Gott, der zwar die Welt erschaffen hat, aber nicht ins Weltgeschehen eingreift. Wenn das wirklich so sein sollte, dann kann ich beinahe verstehen warum es auf unserer Welt mit Krieg und Millionen von Flüchtlingen so aussieht, wie es aussieht. Mit anderen Worten wir müssen sehen, wie wir hier alleine mit diesem Weltgeschehen fertig werden und am Sonntag wahrlich unsere Vernunft walten lassen, damit wir gut und richtig wählen!    

© Brigitte Koischwitz

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